Im Februar an Bord (0 Sm)

Innentemperatur bei Ankunft um 19:00 Uhr

Heute am Sonntag, 24.02.2019, geht es mittags in Richtung Berlin. Meine Kollegen und Ex-Mitarbeiter wollen Wissen von mir abfragen. Das Thema: Archivierung und Digitalisierung von Patienentenakten soll ich vortragen und weitergeben.
Ich habe mich zum Kaffee bei Irene am Schwielowsee angekündigt und bin um halb Fünf bei Ihr. Ein Gang zum See und Anleger lockert die Fahrerbeine und die Gesprächsituation. Es gibt viel zu erzählen, haben wir uns doch seit Langem nicht gesehen und unser Umzug ist Thema Nr. Eins. Gegen 20:00 Uhr verabschiede ich mich und fahre zum Hotel nach Berlin. Ein kleiner Imbiss beim Syrer an der B 96 in Tempelhof gleicht die fehlenden Kalorien aus. Nach Wunderschön im WDR „Amsterdam“ gehe ich zu Bett.

https://www.youtube.com/watch?v=7fZ7FyoRZvc&list=PLuXAFvyynbm75_0Zyn_aMv8SIqxNTPdER&index=4&t=0s

Montag, 25.02.2019
Willkommen bei HINZ. Wiedersehen macht Freude und die Fragen, wie es mir (er)geht nehmen kein Ende. Um 14:00 Uhr ist Schluss und ich fahre zu boatnoon, um die bestellte Ware von der boot, Messe in Düsseldorf, abzuholen: Es kommen zwei neue Crew Saver Rettungswesten incl. Messer, und MOB Livesafers sowie eine AIS Funkbake (Oceansignal) von Recue me, MOB1 in den Kofferraum. Die neue Rettungsinsel ist noch von England unterwegs. Die Insel wird nächste Woche bei Nordfunk in Emden ankommen. Das ist gut so; fahren wir doch über Fasching in die FeWo von Antje und Stefen an die Nordsee. Dann kann ich die Insel auf dem Hin- oder Rückweg abholen. Auf geht es nach Greifswald. Um diese Uhrzeit fahre ich per Landstrasse über Neubrandenburg und spare mir den Umweg auf der Autobahn von mehr als 80 Km. Um 19:00 Uhr gehe ich an Bord und heize von Innen und Außen ein. Ich habe mir einen Eintopf im Vakuumbeutel von Zuhause mitgebracht, der die Zeit und Fahrt überstanden hat. Mmmhhm lecker und Gute Nacht.

Dienstag, 26.Februar 2019
Die Sonnenstrahlen wandern über Deck und wecken mich als sie durch das Oberlicht auf mich fallen. Heute komme ich ohne Wecker aus den Federn. Das Frühstück ist schnell zubereitet und anschließend kommt der Bootsbauer an Bord, um die Arbeiten zu besprechen:
Salzwasser in der Bilge unter der Pantry; Fallentunnel, Steuersäule und GFK Arbeiten.



Thoralf kommt am späten Vormittag und wir besprechen die fälligen Arbeiten. Er bringt einen Kanister Boracol mit und beginnt mit den Bohrungen am Fallentunnel, um die Gewindehülsen neu zu verkleben.

Die Überwurfmutter am Massekabel zieht er nach und fest. Mal sehen, ob die Undichtigkeit damit behoben ist. Sonst geht es im März an den Kran, um die Masseschraube und den darunterliegenden Schwamm zu tauschen. Dabei sollte doch genesis im Wasser bleiben und erst nächstes Jahr zum Antifouling und Tausch der Opferanoden in den Kran gehängt werden.

Ich nutze das tolle Wetter und suche den Segelmacher am Nachmittag auf. Er soll das 3. Reff „verlängern“. Ich will das Reff aus dem Cockpit heraus einschlagen können, um nicht an den Mast gehen zu müssen.

Ein Block, Umlenker und Hebelklemme sind an der Backbordseite frei, um die Reffleine nach achtern zu führen.

Für ein 2. Spifall ist noch eine Rolle im Masttop frei. Dafür entfällt die Dirk an gleicher Stelle. Ich kann sie jetzt noch einmalig als Pilotleine nutzen, um das 2. Spifall einzuziehen. Nur wie bekomme ich die Umlenkung nach Vorne hin? Also doch in den Mast oder an den Mastenkran. Im März bin ich bei Wendel & Rados bereits zum Radarumbau und Ankerwindentausch terminiert. Dann kommt das Fall eben bei der Gelegenheit hoch und evtl. tausche ich noch die 3-Farben Laterne mit Ankerlicht gegen ein LED Pendant. Die EUROS sprudeln nur so……

Wieder zurück an Bord genieße ich die frühlingshaften Temperaturen im Cockpit und rolle die Seitenwände der Kuchenbude hoch. Im Kühlschrank wartet das Dorschfilet auf die Verarbeitung zum Pannfisch.

Blick aus meinem Wintergarten

Morgen früh soll es nach Hause gehen und entsprechend früh suche ich die Horizontale auf. Bis denne.