Segelpläne 2021 und „Klar Schiff“ im Lockdown

In diesem Winter habe ich
vvvvvvvvvvviiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeelllllllllllllllllllllllll zu viel Zeit zum Planen. Obwohl, seit 3 Monaten nehme ich mir schon vor, den Blog ab Juli bis Oktober 2020 weiter zu schreiben. Pustekuchen! Immer kommt etwas dazwischen. Ist auch gut so. So fällt mir die Coronadecke nicht auf dem Kopf und die Neuigkeiten aus der „Klinik für politsche Medizin“ nehme ich schon nicht mehr wahr.
Sollten die Grenzen ab April oder Mai in Richtung Polen, Lettland usw. ohne Quarantänemaßnahmen für Schiffsbesatzungen geöffnet sein, geht es ins Baltikum auf eigenem Kiel. Meine erste Grobplanung Ende Februar (ohne Reisedatum) steht:

Zu Beginn die Alternativen; solo und schnell über Bornholm nach Danzig oder mit N. N. als Mitsegler Hafen für Hafen in Polen anlaufen und zum Crewwechsel nach Danzig segeln.

Mitte März 2021:
Tja, die Lockdown Verlängerungen und Verordnungen gehen nun über Ostern hinaus. Die Regelungen der Corona Beschränkungen sind genauso unvorhersehbar, wie bei dem Virus die unzähligen neuen Varianten. So wie es aussieht, verbringen wir das Frühjahr bis weit in den Mai oder gar in den Juni in deutschen Gewässern.

Klar Schiff vor Ostern

Die aktuelle Corona-Verordnung von MVP gilt bis zum 31.03.2021. Wir dürfen demnach einreisen. Ausgestattet mit dem Mietvertrag, der Liegeplatzrechnung können wir genesis am Liegeplatz „noch“ aufsuchen. Wer weiß was denen da Oben bis Ostern noch so einfällt.
So packen wir den Van und fahren am Sonntag, 28.03.2021, vormittags nach Wieck. Es sind 3 Tage mit Sonnenschein und Temperaturen im unteren 2-stelligen Bereich angesagt.

Das Schiff ist schnell aufgeheizt und das Gepäck sowie Pütt und Pann sind verstaut. Wir vertreten uns an der Mole die Beine. Leider ist alles geschlossen und es hängen Schilder in einigen Gaststätten/Restaurants, die neue Mieter oder Pächter suchen. Am nächsten Tag wird das Deck geschrubt und gereinigt. Ich habe Boracol für den Auftrag in das Teakholz vorbereitet. Am Nachmittag erfreut uns die Sonne und der Anstrich beginnt.

Beim Aufziehen der Genua entdecke ich einen verbogen Haken für den Fallschäkel. Beim „Zurechtbiegen“ reißt er endgültig ab. Ein Loch zu bohren, um einen Schäkel anzuschlagen, ist schnell erledigt. Nur dreht sich jetzt nicht mehr das Vorstagprofil. Es verklemmt bzw. verhakt sich am Schäkelauge. Segeln also nur nach Altvaterart. Liek einfädeln und mit dem Fall hochziehen. Einrollen oder Einreffen der jeweiligen Vorsegel nicht möglich. Das heißt Solosegeln wird zum Kraft- und Balanceakt beim Vorsegelsetzen auf dem Vorschiff.

Die Saison fängt ja gut an. Ich schreibe Robert, den Segelmacher an. Er hat noch einen oberen Fockroller für das Reckmann Vorstag und will testen, ob dieser von der Größe paßt. Zum Um- und Einbau muss das Rigg entspannt werden und ein Krantermin ist zu vereinbaren. Vom Zeitplan bei Robert und mit dem Abgleich des Krankalenders von David ist vor Mitte April kein freies Fenster um die Mittagszeit. Nur dann ist kein Schiffsverkehr und sind keine Wellen auf dem Ryck; denn es gibt um 12:00 Uhr keinen Brückenzug. Das sind alles schlechte Nachrichten. Alternativ messe ich die benötigte Schraubenlänge für eine Notlösung, falls der Roller nicht paßt bzw. rechtzeitig geliefert wird. Dafür muß ich zwar auch in den Mast, aber ohne das Rigg zu entspannen. Dort oben kann ich eine Senkkopf Schraube als Schäkelbolzen im Topp falsch herum bzw. umgekehrt durch das Blech des nach Oben gezogenen Rollers schieben und sichern. Nach Ostern wird geklärt sein, welche Lösung greift. Ich fahre wahrscheinlich am 18. oder 25.04. nochmals in den Heimathafen, um genesis an den Kran zu legen und je nach Plan, die eine oder andere Version zu installieren. Somit sollte es ab Mai mit dem Solosegeln einfacher und ungefährlicher sein und losgehen.
So reisen wir mit einem fast „Klar Schiff“ am Mittwoch wieder ab. In die Kühlbox nehmen wir frischen Fisch von der Fischgenossenschaft mit. Wegen der Vollsperrung der A2 zwischen Herford und Bielefeld fahren wir diesmal über Bremen und Osnabrück nach Hause. Das sind auch nur 30 Km und 20 Minuten mehr. So sitzen wir heute über 6 Stunden am Volant.

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